Seattle, here I come


Irgendwie bin ich die letzten Tage recht beschäftigt gewesen und habe versäumt, euch auf dem Laufenden zu halten.

Letzten Freitag war ich mit Izzy und Ryan (auch bekannt als Morello) in Downtown Seattle in einer Kneipe mit dem wohlklingenden Namen Feierabend. Da muss man extra halb um die Welt fliegen, um mal wieder ein gutes deutsches Bier zu bekommen, faszinierend.

So richtig bin ich noch nicht dazu gekommen, die Umgebung zu erkunden, was zum einen daran liegt, dass ich meine beiden bisherigen Wochenenden entweder mit dem Erwerb oder dem Aufbau von Möbeln/Elektronik verbracht habe, zum anderen daran, dass ich kein Auto habe und hier alles doch recht weitläufig ist. (Projekt Fahrrad ist nur begrenzt einsetzbar, da es hier verdammt steile Hügel gibt.)

Ich bin nun auch im Besitz eines Fernsehers (oder „Altars der passiven Unterhaltung“ wie ein Freund meinte), und wie die Überschrift ausdrückt, ist er etwas grösser ausgefallen als ich beabsichtigt hatte. Nun muss nur noch meine PS3 ankommen, damit ich den totalen Blue Ray Genuss habe :)

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Stolze 47“ – jaja, ich habe das mit der Kompensation schon von diversen Personen gehört :P

So, dann mal fix weiter arbeiten – heute ist ein grauer und trister Tag, hoffe, am Wochenende wird es wie vorhergesagt sonnig, so dass man das Projekt „Erstes BBQ des Jahres“ angehen kann.

Hier noch was zum Nachdenken:

Stay safe!

So, die erste Arbeitswoche liegt hinter mir (um genau zu sein stecke ich schon mitten in der zweiten Woche. Arbeiten hier ist eine interessante Erfahrung, es ist sehr angenehm, dass man direkten Zugriff auf die Entwickler had, erleichtert das Einholen von Feedback gewaltig. Und momentan sind wir alle sehr damit beschäftigt, unser großes Update anlässlich des 4. Geburtstags vorzubereiten – aber ich wollte hier ja eigentlich gar nicht über die Arbeit reden ^^

Ich bin nun auch stolzer Besitzer einer neuen Wohnung und eines funktionsfähigen amerikanischen Kontos – somit ist Phase eins des Einlebens abgeschlossen. Habe fast das ganze Wochenende mit dem Aufbau von Möbeln und dem Kaufen weiterer wichtiger Dinge verbracht.

Für die, die es interessiert, hier ein Photo meines Wohnzimmers: flat1

Deutlich zu sehen die große Lücke auf der rechten Seite – Fernseher wird angeschafft, sobald ich es geschafft habe, mein Geld aus England zu transferieren, was sich extrem schwierig gestaltet – Gott sei Dank ist mein Freund und ehemaliger Kollege Martin Rabl noch in Brighton um zu helfen….

Und ja, alle Möbel sind schwarz, ich habe schliesslich einen Ruf zu verlieren :P

Das Wetter ist leider nicht mehr so gut, wie es zu Beginn war, wir hatten jetzt einige recht regnerische Tage. Aber die Luft hier ist phänomenal wenn es regnet, der Geruch von nassen Pinienbäumen ist toll.

So, jetzt mach ich mich mal weiter an die Arbeit, ich versuche, später in der Woche ein weiteres Update zu geben. Und immer dran denken:

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Stardate 060409 – Ich bin erfolgreich in meinem neuen Habitat angekommen, die Eingeborenen sind bisher sehr freundlich.

Im Gegensatz zu der allgemein vorherrschenden Meinung , dass es in Seattle permanent regnet, strahlt hier seit meiner Ankunft die Sonne vom Himmel (Ich denke, es ist nur Zufall, aber man weiss ja nie ;) ). Dadurch ermutigt habe ich mir Samstag auch gleich ein Fahrrad gekauft, damit ich ins Büro radeln kann (diejenigen, die mich persönlich kennen werden sich jetzt wahrscheinlich grad lachend am Boden krümmen). Hier ist das gute Stück (man beachte den modischen Helm):Fahrrad

Nächster Schritt ist, mir eine Wohnung zu besorgen, aber auch da habe ich schon was in Aussicht. Den ganzen bürokratischen Kram lass ich jetzt mal aussen vor, da ich euch nicht langweilen will.

Heute ist mein erster Arbeitstag, ich habe bereits mein erstes Meeting hinter mir, und alle sind supernett zu mir. Es wird zwar noch eine Weile dauern, bis ich begreife, dass ich jetzt permanent hier arbeite und es sich nicht nur um eine kurze Stipvisite handelt, aber auch das wird vorüber gehen.

Mein Arbeitsplatz:

desk

Blick von meinem Arbeitsplatz:

view

Das soll es erst einmal gewesen sein, ich muss ja schliesslich auch arbeiten ;)

Nun ist er da, der große Tag. Bevor ich meinen PC zwecks Verkauf platt mache, wollte ich noch einige kurze Zeilen schreiben. In 2 Stunden geht die Reise los, um kurz nach 3 geht mein Flieger, und durch das Wunder der Zeitzonen bin ich ca. 2 Stunden später in Seattle (Den 10-stündigen Flug blenden wir jetzt mal aus).

Brighton, ich habe dich lieb gewonnen, aber es ist Zeit zu gehen.

Nächster Stop: Seattle

Ich erwähnte ja bereits, dass meine Wohung sich in einem leicht chaotischen Zustand befindet. Gut, wer mich kennt weiss, dass dies jetzt nicht unbedingt mit dem Umzug zusammenhängen muss. *hust*

Aber der für mich bisher härteste Teil bei den Umzugsvorbereitungen: Ich will meine 400+ CDs auf 200 reduzieren. Welche kommen mit? Welche bleiben zurück? Im Laufe der letzten ca. 20 Jahre habe ich so einiges angesammelt, was duchaus auch als Rarität gelten kann (wie meine liebgewonnene Cure Complete Collection, die zB. definitiv mitkommt).

Das Gute an der Sache: Ich habe einige Songs wiedergefunden, die ich jahrelang nicht gehört habe, mit denen ich aber durchaus nette Erinnerung verbinde, wie zB. diesen hier:

Ich denke, das Auswahlverfahren wird mich bis zu dem Tag an dem das Umzugsunternehmen vor der Tür steht beschäftigen.

Dummerweise muss ich dann genau dasselbe noch mit meiner umfangreichen DvD Sammlung machen – erwähnte ich, dass ich ein Sammler bin? :P

So, das muss erstmal als Status Update reichen – immerhin hab ich ja noch Sachen zu packen.

*klopft den Staub vom Blog*
Was man beim Aufräumen nicht alles findet – ich wusste doch, irgendwo hatte sich noch ein Blog versteckt…

Nun steht er also an, der große Tag – in einer Woche werde ich meine Zelte hier in Brighton abbrechen und mich auf den Weg über den großen Teich begeben, nächster Halt:  Seattle

Letzteres gestaltet sich als abendfüllende (besser tagefüllende Aufgabe), ich hatte in den letzten 20 Jahren reichlich Zeit, um jede Menge Dinge anzusammeln. Und daher macht sich momentan eine leichte Panik breit, und meine Wohnung sieht aus, als ob ein Hurrican gewütet hätte

Aber auch dies wird vorübergehen, ich sehe langsam ein Licht am Ende des Tunnels, immerhin hab ich genug Zeit, um diese Zeilen zu schreiben, so schlimm kann es also gar nicht sein ;)

Ich hatte eine tolle Zeit hier in Brighton, und habe viele wundervolle Menschen kennengelernt, mit denen ich auch hoffentlich weiterhin in Verbindung bleiben werde.

Doch es ist an der Zeit, dass ich mein treues Pferd sattle und in den Sonnenuntergang reite.

Mein Ziel ist es, hier in unregelmässigen Abständen über meine Erlebnisse in Seattle zu berichten, ich hoffe, ihr werdet Spaß daran haben.

Und nun heisst es: To boldly go where no Kerstein has ever gone before!